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Der Muschelsaal in Bielefeld Heepen

An dem im Ortskern von Heepen am Tieplatz gelegene Schankbetrieb "Gasthof zur Linde“, ursprünglich eine Bäckerei, wurde von dem Gastwirt Friedrich Wedding im Jahre 1903 ein großer Tanzsaal angebaut.
Im Jahr 1904 wurde der Saal von dem aus dem Nordseebad Büsum stammenden Malermeister Bernhard Busch mit Muscheln ausgeschmückt.
Malermeister Busch kaufte im Hamburger Hafen ganze Schiffsladungen Muscheln auf, und ließ sie per Bahn nach Heepen bringen. Mit zirka 100.000 Muscheln unterschiedlichster Art und Couleur, aus allen Weltmeeren, gestaltete er nun kunstvoll die Wände mit Mosaiken, Ornamenten und Bildern. Die Innenseiten unzähliger großer Muscheln geben den Blick auf glänzendes Perlmutt frei. Über der Bühne prangt das Bielefelder Stadtwappen, an den anderen Wänden findet man weitere Stadtmotive wie die Sparrenburg, verschiedenen Schiffe und die Heimat des Meisters selbst: eine Ansicht der Strandpromenade des Nordseebades Büsum. Der Tanzboden besteht aus Eichenparkett, für uns Tänzer besonders wichtig zu erwähnen.

Der außergewöhnliche und zugleich prächtige Saal diente über Jahrzehnte hinweg als ein Ort, an dem große Tanzveranstaltungen, Feste, Ausstellungen und Aufführungen stattfanden. Immerhin bietet er bei reiner Bestuhlung Platz für bis zu 300 Personen.

Heute steht der Muschelsaal unter Denkmalschutz, dient uns als Heimat für unsere Tanzkurse, doch es finden auch weiterhin Veranstaltungen wie Hochzeiten, Firmenfeiern oder Tagungen statt.